CHODSCHALI : Chronik einzigartiger Fälschungen und Falsifizierungen

Einfuhrung
 
Während der Arbeit mit historischen Quellen stoße ich recht oft auf die Beispiele
der armenischen Fälschungen und sagenhaften Erdichtungen...
Havva Mamedowa, «Chodschali: Schachiden und Schechiden», Baku 2004

Der Karabach-Konflikt hat zwei benachbarte Länder - Armeinien und Aserbaidschan, verfeindet.  Nach dem bewaffneten Konflikt ist jetzt der Informationskrieg dran.

Der Wunsch der beiden Seiten eigene Stellungnahme der internationalen Gemeinschaft zu präsentieren und Beweise zu eigenem Recht einzuführen ist natürlich und verständlich. Falls aber Entstellungen und Vortäuschungen als Beweis genutzt werden, so wird es sinnlos über die Glaubwürdigkeit der Tatsachen zu reden, auch wenn die Fälschungen nur als Mittel stärkeren Eindrucks gebraucht werden. Dann ist es offensichtlich, dass die entsetzliche Propaganda nicht Gerechtigkeit, sondern allein Diffamation erzielt.

Es ist so vorgekommen, dass die Aseris den Wunsch ergriffen haben, „eigenen“ Völkermord zu haben (nicht schlechter, als bei Nachbarn). Sie haben eine mehrgängige Aktion unternommen, einige Daten im Kalender als „Tage des aserbaidschanischen Genozids“ zu vermerken. (azerbembassy.org.cn/rus/31march_docs08.html).

Im Laufe des Krieges in Karabach wurde die friedliche Bevölkerung mehrmals bewaffneten Angriffen, in einigen Fällen auch dem Gemetzel und Massaker ausgesetzt. Besonders bekannt sind die Ermordung der friedlichen Einwohner des armenischen Dorfes Maraga in Karabach, das ethnische Genozig der Armenier im autonomen Gebiet von Nachidschewan und selbst in Аserbaidschan, nämlich Massaker der Armenier in Sumgait (26.-29. Februar 1988), in Kirowabad (21.-27. November 1988) und in Baku (13-19. Januar 1990), Beschuss der friedlichen Einwohner der Stadt Stepanakert aus Mehrfachraketenwerfern 9K51 Grad (rus. "Hagel") aus Schuschi und Chodschali.

Unter den allgemein bekannten Ereignissen des Karabach-Konflikts sind die bei der Siedlung Chodschali im Februar 1992. Friedliche Bewohner die Siedlung verließen in der Nacht ihre Häuser und begaben sich in die Richtung der aserbaidschanischen Stadt Aghdam. Armenische Seite behauptet ihnen freie Durchfahrt gewährleistet zu haben, wobei die aserbaidschanische Seite bestreitet diese Tatsache. Laut aserbaidshanischen Quellen sind an diesen Tagen 613 Menschen ums Leben gekommen.

Diese Episode unterscheidet sich von anderen vor allem dadurch, dass das Territorium, wo die Bewohner der Siedlung Chodschali umgekommen sind,  damals vollständig unter aserbaidschanischer Kontrolle war. Die Aseris also konnten sowohl die Gegend als auch die Umgekommenen unbehindert und unbegrenzt auf Foto und Video aufnehmen. Der aserbaidschanische Kameramann Tschingis Mustafajew war praktisch gleich nach dem Fall auf der Stelle angekommen. Seine Materialien haben als Grundlage aller Dokumentationen über Chodschali gedient.

Nach der Niederlage im Krieg gegen Armenien fing der Prozess der Suche und Bildung eigener nationaler Identität in modernem Aserbaidschan an. Armenier und Armenien wurden die Hauptantagonisten. Im Kontext der nationalen Selbstbestimmung wurden die Ereignisse in Chodschali als ein von den mehreren Völkermorden des aserbaidschanischen Volkes erklärt, obwohl es ganz offenbar ist, dass der Tod der Menschen in Chodschali auf keine Weise als Völkermord bestimmt werden kann. Trotzdem versucht Aserbaidschan die Ereignisse in Chodschali offiziell als Genozid durchzusetzen. So auf der Homepage des aserbaidschanischen Präsidenten gibt es eine Rubrik, die gleichzeitig einigen Genoziden von Aserbaidschanern gewidmet ist, einschließlich "dem Genozid in Chodschali». (http://president.az/browse.php? sec_id=56). Auf den Webseiten der aserbaidschanischen Botschaften in verschiedenen Ländern sind genauso Rubriken über „das Genozid in Chodschali“ zu finden. Das alles zeugt von der bedeutenden Rolle der Ereignisse in Chodschali für die aserische staatliche Propaganda.

Zur Behandlung liegen einige Unterlagen vor, die Aserbaidschan als Beweis der eigenen Interpretation der Ereignisse in Chodschali verwendet.

Dieses Mal lassen wir die üblichen pro und contra Argumente bei Seite und stützen auf faktolgische Materialien – Foto- und Videoaufnahmen. Unten werden einige Internetseiten und andere Ressourcen zur Chodschali-Thematik eingeführt, darunter einige Fotos, teilweise ausgeschnitten aus der Videochronik von Tschingis Mustafajew, und verschiedene Variationen seiner zwei Reportagen.

 
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